Dr. Fritz Hähle MdL
CDU-Fraktion will „Killer-Spiele“ verbieten
Die CDU-Landtagsfraktion hat sich in Glauchau auf entschiedenere Maßnahmen zur Bekämpfung von sogenannten „Killer-Spielen“ verständigt.
„Die Verbreitung brutaler Video- und Computerspiele muss effektiv unterbunden werden. Die CDU-Fraktion schlägt dazu geeignete technische Maßnahmen wie beispielsweise elektronische Filter vor. Die Staatsregierung wird aufgefordert, sich im Bundesrat für notwendige Gesetzesänderungen einzusetzen. Der Besitz der sogenannten Killer-Spiele muss verboten werden“, forderte Dr. Fritz Hähle, CDU-Fraktionsvorsitzender.
Nach Auffassung der CDU-Fraktion fördern brutale Video- und Computerspiele insbesondere bei Jugendlichen gefährliche Aggressionen. „Diese Spiele sind primitiv und sprechen gefährliche und niedrigste Instinkte an. Sie sind mit einem effektiven Jugendschutz nicht vereinbar und deshalb auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu bekämpfen“, sagte Fritz Hähle.
Die derzeitige Rechtslage reiche nicht aus. Zwar dürfen nach Paragraph 131 StGB Computerspiele mit Gewalt verherrlichenden Inhalten nicht vertrieben oder Jugendlichen zugänglich gemacht werden. Dennoch zeige die Praxis, dass auch erst ab 18 Jahre freigegebene Spiele sehr häufig von Kindern und Jugendlichen gespielt werden. Die CDU-Fraktion will mit einer Änderung des Jugendschutzgesetzes eine deutlich niedrigere Eingriffsschwelle schaffen. Unter anderem geht es dabei um eine Ausweitung der direkten Verbote von jugendgefährdenden Computerspielen ohne ausdrückliche Aufnahme in eine Liste.
In diesem Zusammenhang sollen auch Lücken im Jugendschutz bei der Handynutzung geschlossen werden. „Es muss verhindert werden, dass jugendgefährdende Inhalte jedem unverschlüsselt über das Mobiltelefon zugänglich sind. Technische Sperrvorrichtungen müssen verpflichtend eingeführt werden“, forderte Hähle.
Glauchau, den 29. März 2007 / Erhard Weimann
Pressestelle der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden
Telefon (0351) 49 35 - 6 10 / 6 11
Telefax (0351) 49 35 - 4 44
eMail
|