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Bericht zur Lehrstellensituation im Freistaat Sachsen

 

Die Statistik zum Ende des Vermittlungsjahres 1999/2000 weist gegenüber dem Vorjahr eine höhere Zahl betrieblicher Berufsausbildungsstellen und eine geringere Zahl nicht vermittelter Bewerber aus.

 

Abschluss-Statistik des Landesarbeitsamtes für das Vermittlungsjahr 1999/2000 im Vergleich zum Vorjahr

Freistaat Sachsen *)

1999/2000 1998/1999

Anzahl der gemeldeten Bewerber

64.395

66.693

nicht vermittelte Bewerber

2.683

3.493

gemeldete Berufsausbildungsstellen

34.574

36.678

unbesetzte Berufsausbildungsstellen

144

151

betriebliche Berufsausbildungsstellen

25.012

24.768

Verhältnis der zu besetzenden Ausbildungsplätze zu Bewerbern

1 : 1,86

1 : 1,82

 

*) Die Statistik der BA bezieht sich nur auf die Bewerber und die Ausbildungsstellen, die den Arbeitsämtern gemeldet werden. Diejenigen, die die Hilfe der BA nicht in Anspruch nehmen, sind nicht erfasst.

 

Einen leichten Rückgang gab es bei den gemeldeten Berufsausbildungsstellen insgesamt um 5,7 %. Das ist insbesondere auf das geringere Engagement des Bundes zur Förderung der Berufsausbildung zurückzuführen. Das Sofortprogramm der Bundesregierung wurde gegenüber dem Vorjahr von ca. 3.100 auf knapp 600 Plätze reduziert. Daneben dürfen die Arbeitsämter auf Anweisung des Bundesarbeitsministeriums (BMA) keine außerbetrieblichen Lehrstellen mehr im Rahmen der "freien Förderung" nach § 10 SGB III einrichten. Damit sind gegenüber dem Vorjahr weitere ca. 1.100 außerbetriebliche Lehrstellen weggefallen.

Zur Entspannung hat der Rückgang der Bewerber gegenüber dem Vorjahr um 3,4 % beigetragen. Die Steigerung des Angebots an betrieblichen Ausbildungsstellen um 1,0 % ist erfreulich.

Bei den nicht vermittelten Bewerbern gibt es deutliche regionale Unterschiede. Probleme bereiten insbesondere die Arbeitsamtsregionen Bautzen mit 686 und Leipzig mit 517 nicht vermittelten Bewerbern.

Zu Beginn des Ausbildungsjahres wurden noch 3.780 Plätze im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Sachsen besetzt (im Vorjahr: 3.916).

Die Förderprogramme des Freistaates Sachsen sind weitgehend ausgeschöpft worden. Beim Programm Förderung der Ausbildung über Bedarf gibt es 4.500 Plätze. Dieses Programm ist überbelegt. Bei der Förderung erstmals ausbildender Unternehmen wird derzeit mit 3.500 geförderten Plätzen gerechnet.

Zum 31. 10. 2000 konnte die Zahl unvermittelter Bewerber auf 2.081 reduziert werden.

Fazit:

 

Auch für das Ausbildungsjahr 2000/2001 kann wieder weitgehend sichergestellt werden, dass alle ausbildungswilligen und -fähigen Bewerber vermittelt werden können. Positiv zu bewerten ist die gesteigerte Ausbildungsbereitschaft der Wirtschaft. Dennoch bedarf auch in diesem Jahr der Ausbildungsmarkt einer starken öffentlichen Förderung und der Bereitstellung subventionierter Ausbildungsplätze.

Zum aktuellen Sachstand wird auch auf die Anträge der CDU-Fraktion mit Stellungnahmen der Staatsregierung, DS 3/2537 "Berufsausbildung" und DS 3/2689 "Externes Ausbildungsmanagement" hingewiesen.



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